Bestandsanlayse der Uni Passau – Grundlage für Genuss- und Werteregion

Mathias Mehler Akteure, Allgemein, Bayerischer Wald. Heimatregion Leave a Comment

Niederbayern hat eine vielfältige Kulturlandschaft und ein großes Potenzial an regionalem Warenangebot. „Zusammen mit dem Trend der Bevölkerung hin zu mehr Regionalität im Einkaufsverhalten bietet das die optimalen Voraussetzungen für die Gründung einer Genuss- und Werteregion Niederbayern‘“, ist sich Werner Weny vom ALE Niederbayern sicher. 

Aber: Wo sind welche Erzeuger, Verarbeiter, Handwerker, Gastronomen, Händler und Initiativen im regionalen Genusshandwerk aktiv? Wie können diese engagierten Personen zusammen gebracht werden? Wie kann ein starkes Netzwerk in einer Genuss- und Werteregion Niederbayern entstehen? Diese Fragen beantwortet eine Bestandsanalyse des Centrums für marktorientierte Tourismusforschung (CenTouris) der Universität Passau, welche dieser Tage in Freyung Landrat Sebastian Gruber, dem Sprecher des‌ Aktionsprogramms Bayerwald, überreicht wurde.

 

Übergabe Abschlussbericht Genuss und Werteregion Niederbayern Aktionsprogramm Bayerwald

Welche Köstlichkeiten werden in der Region produziert? In Anwesenheit von Josef Harasser (l.) von CenTouris, Werner Weny (2.v.l.), Silke Reitzenberger (3.v.l.) und Stefan Prosser (r.)  erhielt Landrat Sebastian Gruber (2.v.r.) eine Bestandsanalyse von Dr. Stefan Mang (CenTouris) (3.v.r.), die mit Unterstützung der Sparkasse Freyung-Grafenau und der Raiffeisenbank Passau-Nord eG entstanden ist.

 

Fundierte Grundlage zur Gründung einer Genussregion


„Wir haben jetzt eine fundierte Grundlage, um in unserer Heimat Niederbayern so eine Genussregion zu gründen“, sagte Landrat Gruber. Die Ergebnisse werden in der Niederbayerischen Landrätetagung vorgestellt. Auch Staatsminister a.D. Helmut Brunner, die IHK Niederbayern, die HWK Niederbayern-Oberpfalz, der Bayerische Bauernverband und der Tourismusverband Ostbayern haben sich bei der Erarbeitung der Analyse eingebracht und sehen in einer Genussregion eine weitere Möglichkeit, die Produkte aus der Region in der Region und darüber hinaus bekannter zu machen.

Ohne die Unterstützung der Raiffeisenbank Passau-Nord eG sowie der Sparkasse Freyung-Grafenau wäre aber die Analyse nicht finanzierbar und so der Grundstein für eine mögliche Genussregion nicht gelegt worden. Hier zeige sich wieder, dass die regionalen Banken das Wohl ihrer Kunden vor Ort im Blick haben. Gruber dankte besonders Silke Reitzenberger und Stefan Prosser, den jeweiligen Vertretern der Kreditinstitute.

 

Steigende Nachfrage nach heimischen Produkten


Dass überhaupt über eine Genussregion gesprochen wird, ist Bernhard Bergmann, ehemaligem Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Passau-Nord eG, zu verdanken. Er hat mit dem Ilzer Landmarkt in Tittling sehr positive Erfahrungen gemacht. Dieser Markt zeigt, dass die Nachfrage nach regionalen Produkten groß ist. „Wir merken, dass ein breiter Bewusstseinswandel für die Stärken der eigenen Heimatregion und ein bewusster Umgang mit den vorhandenen Ressourcen beginnt“, so Weny. Diesen Trend wolle man nicht nur im Bayerischen Wald, sondern in ganz Niederbayern nutzen und die Produzenten heimischer Lebensmittel und Genussprodukte unter einem starken Dach vereinen.

Niederbayern ist reich an Lebensmittelproduzenten und Direktvermarktern: Über 1000 Betriebe produzieren Lebensmittel in Niederbayern, davon 90% in Unternehmen unter 20 Mitarbeitern. Bei fast 800 Direktvermarktern kann man sich mit Erzeugnissen direkt ab Hof versorgen. Und schon jetzt bestehen 50 lokale und regionale Initiativen wie der “Abensberger  Spargel”, die “Bayerwaldforelle” oder das “Streuobst Lallinger Winkel”. So lauten die Ergebnisse der Grundlagenermittlung vom Marktforschungsinstitut Centouris.

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