Radwegeprojekt der ILE Abteiland

Mathias Mehler Akteure, Allgemein, Bayerischer Wald. Heimatregion

Aus „Donau-Wald-Radweg“ wird der „Donau-Moldau-Radweg“

Beim Radwegeprojekt der ILE Abteiland tut sich was. Doch zuerst zum Hintergrund: Die ILE Abteiland (ILE = Integrierte Ländliche Entwicklung) ist ein Zusammenschluss der sieben Kommunen Breitenberg, Hauzenberg, Obernzell, Sonnen, Thyrnau, Untergriesbach und Wegscheid aus dem Landkreis Passau, sowie der vier Kommunen Haidmühle, Jandelsbrunn, Neureichenau und Waldkirchen aus dem Landkreis Freyung-Grafenau.

 

Viele Radfahrer haben sie schon gesehen: die neuen Radwegeschilder am Donau-Moldau-Radweg, Adalbert-Stifter-Radweg,…

Gepostet von ILE Abteiland am Dienstag, 19. November 2019

 


Ziel des Radwegeprojekts „Von Fluss zu Fluss – Von der Donau bis zur Moldau“ ist, dass das bestehende Radwegenetz – dessen Rückgrat der (bisherige) Donau-Wald-Radweg ist – bekannter wird. Mit den attraktiven Radwegen soll das Freizeitangebot sowohl für Urlaubsgäste, als auch für die Bevölkerung erweitert werden.

Eine der ersten Fragen, die sich aus den Abstimmungsrunden zwischen der Projektmanagerin, den Touristikern der 11 ILE Kommunen, den beiden Landkreistouristikern aus Passau und Freyung-Grafenau, Vertretern von örtlichen Radclubs und dem Tourismusverband Ostbayern ergeben hat, war: wie aussagekräftig ist die Radwegbezeichnung „Donau-Wald-Radweg“, vor allem für Touristen? Bereits früher bestand die Überlegung, den Radweg in „Donau-Moldau-Radweg“ umzubenennen, denn schließlich führt der Radweg von Obernzell an der Donau bis Haidmühle an der kalten Moldau. Und nicht jeder brachte mit dem Namensteil „Wald“ den „Bayerischen Wald“ in Verbindung.

Foto: PNP | Lokalausgabe | 20.11.2019

Foto: © PNP | Lokalausgabe | 20.11.2019

Rückgrat des Radwegenetzes der ILE Abteiland ist der Donau-Wald-Radweg. Jeder Einheimische weiß, dass mit „Wald“ der „Bayerische Wald“ gemeint ist. Aber die Touristen? Das Team um das Radwegeprojekt „Von Fluss zu Fluss“ hat sich entschieden, den Radweg in Donau-Moldau-Radweg umzubenennen, denn schließlich geht der Radweg von Obernzell an der Donau nach Haidmühle an der kalten Moldau. So ist auch Nicht-Ortskundigen klar, wo der Radweg geographisch in etwa verläuft. Über die Umbenennung wurden bereits viele Radportale, Kartenverlage etc. informiert, so dass sich nach einer gewissen Übergangszeit der Donau-Moldau-Radweg den alten Namen abgelöst haben wird.

Ein Teil des Teams, das bei dem Radwegeprojekt eng zusammenarbeitet

Ein Teil des Teams, das bei dem Radwegeprojekt eng zusammenarbeitet

 

Nach Abwägung der Vor- und Nachteile wurde sich für die Umbenennung des Radwegs in Donau-Moldau-Radweg ausgesprochen. Mit der neuen Radwegebezeichnung ist nun auch für Nicht-Ortskundige der Wegeverlauf geographisch besser einzuordnen. Die Bezeichnung wird demnächst auf den Internetseiten des Bayernnetz für Radler und des BayernAtlas geändert, und auch weitere Radportale, Kartenverlage etc. wurden entsprechend informiert. Nach einer gewissen Übergangszeit wird der „Donau-Moldau-Radweg“ den alten Namen „Donau-Wald-Radweg“ abgelöst haben.

Endete der Radweg vorher direkt in Haidmühle, wurde er nun im Zuge des Projekts parallel mit dem Adalbert-Stifter-Radweg bis zum Grenzübergang Haidmühle / Nove Udoli ausgeschildert, so dass der Donau-Moldau-Radweg nun nahtlos in das tschechische Radwegenetz übergeht.

Eine offensichtliche Änderung haben viele Radfahrer bereits entdeckt: In den letzten Wochen haben fleißige Mitarbeiter der Bauhöfe der jeweiligen Kommunen die neue Radwegebeschilderung nach Vorgaben der FGSV (Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen) bereits überwiegend angebracht. Dort wo sie noch fehlt, wird sie zeitnah montiert. Somit zeigen die neuen Schilder in den ILE Kommunen am Donau-Moldau-Radweg, Adalbert-Stifter-Radweg, Donau-Perlen-Radrundweg, Panorama-Radweg, Seen-Radrundweg, Drei-Länder-Radweg, Pferdebahn-Radweg und dem neuen Granit-Radweg,  Radbegeisterten die richtige Wegeführung an. So kann man schöne Herbsttage nutzen, um das Radwegenetz zu erkunden. Und wem es bereits zum Radeln zu kalt ist: die Radwege sind in Teilstrecken auch immer eine Wanderung wert.

Wer gerne Fahrrad fährt und sich ehrenamtlich einbringen möchte: es gibt im Gebiet der Gemeinde Neureichenau und Stadt Hauzenberg noch die Möglichkeit, sich als Wegepate einzubringen. Dabei hat man ein Auge auf die Rad- und Wanderwege und gibt Bescheid, wenn z.B. eine Bank beschädigt ist. (Kontakt über Touristinfo Neureichenau bzw. Hauzenberg).


„Von Fluss zu Fluss“ – Projekt Grenzübergreifende Radtour durch Deutschland, Österreich und Tschechien

Eine absolute Must-Try-Route wird für alle passionierten Radler im Rahmen des Projekts „Von Fluss zu Fluss“, welches Edith Stadlmeyer vom Rathaus in Waldkirchen managed, geschaffen. Der neue Radweg erstreckt sich über 350 km von der Donau bis zur Moldau und ermöglicht eine grenzübergreifende Radtour durch Deutschland, Österreich und Tschechien.

 

 

Karte_Abteiland