Regionalbudget für Kommunen interessant

Mathias Mehler Allgemein, Bayerischer Wald. Heimatregion

War es bisher so, dass sich Kommunen und Privatpersonen direkt beim Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern um Fördermittel für ein Projekt bewerben mussten, bekommen jetzt die Gemeinden, die in einer Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) zusammenarbeiten, mehr Selbstständigkeit beim Einsatz von Fördermitteln. „Wir stellen den ILEen ein Regionalbudget zur Verfügung, mit dem sie selbst entscheiden können, welche Kleinprojekte die Entwicklung ihrer Region am besten voranbringen“, so Josef Reidl vom Amt. „Mit dem Regionalbudget, welches seit Dezember zur Verfügung steht, wollen wir den ILE-Zusammenschlüssen helfen, ihre Projekte rasch umzusetzen“. Damit unterstützt das Amt eine engagierte ländliche Entwicklung und stärkt die regionale Identität.


© Foto: LEADER-Aktionsgruppe Nordschwarzwald

Beim Regionalbudget geht es vor allem um Kleinprojekte mit Gesamtkosten bis maximal 20.000 Euro, die bisher nur eine geringe Chance auf Förderung hatten. Die Höhe des Regionalbudgets beträgt je ILE-Zusammenschluss höchstens 100.000 Euro, mit einem Eigenanteil von zehn Prozent. Damit können die Kleinprojekte mit einem Fördersatz von bis zu 80 Prozent bezuschusst werden. Über die Förderung der einzelnen Kleinprojekte entscheiden die Gemeindeverbünde dann in eigener Verantwortung.

Jetzt erhalten die ILE Abteiland, die ILE An Rott und Inn, die ILE Donau-Wald, die ILE Klosterwinkel, die ILE Sonnenwald, die ILE Wolfsteiner Waldheimt, die ILE Bayerwald, die ILE Nationalparkgemeinden, die ILE Passauer Oberland, die ILE Donauschleife, die ILE Ilzer Land, die ILE Holledauer Tor sowie die ILE Donau-Isar ein Regionalbudget und somit 90.000 Euro vom Amt. In Niederbayern gibt es insgesamt 21 solcher interkommunalen Zusammenschlüsse.