Zusammen mit Baufachleuten besichtigten mehrere Bürgermeister und Verwaltungsmitarbeiter aus den ILE´n „Klosterwinkel“ und „Rott und Inn“ innovative Bauprojekte auf einer gemeinsamen Exkursion.

Vorbildcharakter für Projekte in unseren Gemeinden

M. Allgemein

Gemeinsame Exkursion der ILE´n „Klosterwinkel“ und „Rott und Inn“
Mit dem Ziel, innovative Wohnformen und neue Nutzungsmöglichkeiten historischer Bausubstanz für ländliche Gebiete zu besichtigen, machten sich am vergangenen Freitag ca. dreißig Personen, darunter Bürgermeister, Mitarbeiter aus der Kommunalverwaltung sowie Architekten aus den Mitgliedsgemeinden der ILE´n „Klosterwinkel“ und „Rott und Inn“ auf eine Ganztages-Exkursion. Ziel war es, an beispielhaften Bauprojekten vor Ort neue Lösungen zu Fragen des Städte- und Wohnungsbaues zu besichtigen.

Nach dem frühmorgentlichen Start in Aidenbach und der Aufnahme weiterer Teilnehmer in Ortenburg, Bad Griesbach und Rotthalmünster ging es zum ersten Exkursionsziel in der Gemeinde Münsing am Starnberger See. Nach einer Begrüßung durch den Bürgermeister der Gemeinde, Martin Grassl, stellte dieser, gemeinsam mit Vertretern des Büros ARC Architekten aus Bad Birnbach ein innovatives Baugemeinschaftsprojekt, bei welchem mit einer energieeffizienten ökologischen Holzbauweise ein Mehrgenerationswohnen unter einem gemeinsamen Dach möglich ist.  Auf einem 7.000 Quadratmeter großen Grundstück initiierte die Gemeinde ein Quartier, welches als Mehrgenerationenprojekt mit unterschiedlichen Wohnungsgrößen dem zu beobachtenden Wandel der Lebensstile im ländlichen Raum entspricht. „Ökonomisch, ökologisch und sozial ein mutiges und positives Baugruppenprojekt, welches sich nahtlos ins Ortsbild einfügt“ fasste Architekt Manfred Brennecke das Ergebnis vor Ort zusammen. Mit einem kleinen Geschenk bedankte sich der Vorsitzenden der ILE Klosterwinkel, Karl Obermeier bei seinem Kollegen Martin Grassl aus Münsing für den freundlichen Empfang

Schlossökonomie Gern

Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es weiter zum zweiten Teil der Exkursion, der „Schlossökonomie Gern“ bei Eggenfelden im Landkreis Rottal-Inn. Hier erläuterte Bürgermeister Martin Biber den aktuellen Stand der Bauplanung und Baufortschritte. Auf der Hofmark, welche lange ohne Nutzung war, wurde das Leitbild eines öffentlichen Kultur- und Kongresszentrums entwickelt, um die Revitalisierung des historischen Gebäudekomplexes zu ermöglichen. Nach Bildung eines Ausschusses, welcher das mehrjährige Projekt begleitete, wurde auf der Grundlage städtebaulicher und denkmalpflegerischer Aspekte mit der behutsamen und schrittweisen Sanierung begonnen. Dieser prozesshafte Ansatz, der seit beinahe 30 Jahren läuft, wurde anhand verschiedener Objekt-Typen und unterschiedlicher Formen angepasster Nutzungsmöglichkeiten exemplarisch an zwei Gebäuden besichtigt. Lebhafte Diskussionen über die Vielzahl an Möglichkeiten sowie den damit verbundenen Herausforderungen begleiteten die Besichtigung. „Die Herausforderungen, sowie insbesondere die vorbildhafte, schrittweise Umsetzung in Absprache mit allen Beteiligten können auch für vergleichbare Projekte in unseren Kommunen Vorbildcharakter haben“ fasste der Vorsitzende der ILE Klosterwinkel, Aidenbachs Bürgermeister Karl Obermeier, das Gesehene zusammen. Nach einem gemeinsamen Ausklang im Gasthaus Schütz in Halmstein (Gem. Malching) sowie einer Vielzahl anregender Diskussionen über die besuchten Projekte endete ein für alle Teilnehmer ausgefüllter Tag.

Zusammen mit Baufachleuten besichtigten mehrere Bürgermeister und Verwaltungsmitarbeiter aus den ILE´n „Klosterwinkel“ und „Rott und Inn“ innovative Bauprojekte auf einer gemeinsamen Exkursion.

Zusammen mit Baufachleuten besichtigten mehrere Bürgermeister und Verwaltungsmitarbeiter aus den ILE´n „Klosterwinkel“ und „Rott und Inn“ innovative Bauprojekte auf einer gemeinsamen Exkursion. Foto: ILE Klosterwinkel