Herbert Becker

ILE Akteure, Aktion Heimatblick

Herbert Becker, geboren am 2. Juli 1950 Schwabmünchen

Wichtige „Lebensstationen“:
1. “Auswanderung”
Nach fünfeinhalb Jahren Unglücklichsein im nicht-technischen gehobenen Verwaltungsdienst der Landeshauptstadt München (1966 – 1971) bin ich nach Irland “ausgewandert” und habe dort auf einem Fischkutter angeheuert. (Das Wort “ausgewandert” steht in Anführungszeichen, weil meine Auswanderung von keinerlei Realitätssinn getrübt war: Irland war noch nicht Mitglied der damaligen EWG, und ich habe keine Arbeitserlaubnis erhalten. Und auf dem Kutter war mir zwar die meiste Zeit schlecht, aber dennoch war das Arbeiten dort großartig, weil es den krassestmöglichen Gegensatz zu meinem Wirken im Stadtsteueramt darstellte.)
2. Rückkehr
Nach wenigen Wochen Arbeit auf dem Kutter wurde ich wegen der fehlenden Arbeitserlaubnis deportiert. Daraufhin bin ich in München Taxi gefahren, habe ein wenig Theater gespielt – und schließlich auf dem Zweiten Bildungsweg das Abitur nachgeholt und anschließend studiert.
3. Reisen
Nach Erlangung meines Magistergrades (1982) wollte ich promovieren. Weil ich aber Geld brauchte, fing ich an, Reisen zu leiten. Die Reiseleiterei wurde mehr und mehr, das Arbeiten an der Promotion weniger und weniger, bis ich mich schließlich dafür entschied, letzteres ganz aufzugeben. Diesen Entschluss habe ich nie bereut, denn bei den Reisen in zahlreiche Länder habe ich vieles gelernt, was mir weit nützlicher erschien (und nach wie vor erscheint) als das, was ich in der Uni gelernt hätte.
4. Umzug
Im Jahr 2007 bin ich von München in den Bayerischen Wald umgezogen. Seitdem ist Ruhe in mein Leben eingekehrt.

Ich bin in einem extrem kleinbürgerlichen Milieu aufgewachsen, einem Milieu, in dem sämtliche gängigen Vorurteile gepflegt wurden. Seit ich halbwegs erwachsen bin, versuche ich, diese Vorurteile abzubauen und überkommene Gedankengebäude über den Haufen zu werfen. Hauptanstoß dazu war, wie ich vermute, die sog. 68er-Bewegung, die mich veranlasste, sämtliche von meinen Eltern vertretenen politischen, gesellschaftlichen und religiösen Positionen in Frage zu stellen.

Lieblingsort (zum Schreiben):
Mein Schreibtisch, auf dem einer meiner Kater liegt. (Ich kann auch an anderen Orten und zur Not ohne Kater schreiben, ganz sicher aber nirgends, wo es laut ist, etwa in Cafés oder Gasthäusern.)

Kurzinfo:

Wichtige Werke:
“Ein Tag zum Nixtun”, Theaterstück; erste Veröffentlichung als freier Schriftsteller.
“Das Kalenderblatt” – werktäglich gesendete Beiträg auf Bayern2Radio (weit über 500).
“Die erstaunliche Reise der Kreszentia Haberstroh” – letzter von bisher drei Romanen.

Sehen Sie hier noch das Gedicht: „Da Hingerl Sepp“ !